Leo Joleen

An diesem Wochenende stand mit dem Spitzenspiel der bis dato ungeschlagenen Chemnitzer Mädels und uns das Highlight der diesjährigen Saison auf dem Programm. Erneut mussten wir auswärts antreten und uns in einem packenden und spannenden Spiel mit 3:1 geschlagen geben.

Es war das erwartet schwere Spiel, das wir auf fremden Grün zu bestreiten hatten, dennoch versteckten wir uns nicht und hatten nach wenigen Minuten die erste Möglichkeit zur Führung. Luises  Flachschuss verfehlte jedoch knapp das Tor der Gastgeberinnen. Das machte uns Mut und gab uns ein bisschen mehr Selbstvertrauen und Sicherheit im weiteren Spielverlauf. Dank einen stabilen Abwehr um Anna, Joleen, Sophie und Leo K. ließen wir kaum Chancen der Chemnitzerinnen zu und wenn doch mal ein Ball durchkam, war stets Paula zur Stelle. Und so schickten wir uns an, das Spiel so nach und nach an uns zu reißen. Das gelang im Verlauf der ersten Halbzeit immer besser, denn nicht die Hausherrinnen machten das Spiel, sondern wir. Wir erspielten uns Chancen am Fließband, scheiterten aber immer wieder am Goalie der Chemnitzerinnen, oder verfehlten mit unseren Schüssen knapp das Tor. Und so kam es, wie es kommen musste. Die Einen machen das Spiel und die Anderen schießen die Tore. So geschehen kurz vor der Pause. Nachdem wir ein weiteres Mal in der Vorwärtsbewegung waren, verloren wir den Ball im Mittelfeld und dann ging es ganz schnell. Ein präziser Pass in die Spitze zur frei gelaufenen Mittelstürmerin, die Paula keine Chance ließ und praktisch mit dem Pausenpfiff zum 1:0 einschob.

Nach dem Seitenwechsel kam Chemnitz wacher zurück ins Spiel. Mit der Führung im Rücken starteten sie furios und konnten mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten auf 3:0 stellen. Dabei sah unsere Abwehr dieses Mal alles andere als gut aus. Individuelle Abwehr- und Abstimmungsfehler machten es den Gastgeberinnen zu einfach, das Tor zu treffen. Nach einer Auszeit und positionellen Umstellungen setzten wir nun alles auf eine Karte. Angetrieben von Anna, die in der 2. Halbzeit als Ballverteilerin fungierte, kam der Ball zu Pauline ins halbrechte Mittelfeld. Mit einem starken Antritt zog sie an ihrer Gegenspielerin vorbei und passte auf Luise, die einschussbereit in Tornähe stand. Mit einer geschickten Drehung verlud sie den Keeper und netzte zum 3:1 ein. Und weiter ging es druckvoll nach vorne. Die Angriffsbemühungen der Chemnitzerinnen wurden bereits in ihrer eigenen Hälfte gestört und unterbunden, so das wir uns weitere hochkarätige Torchancen erspielten. Leider hatten wir dieses Mal das Glück nicht auf unserer Seite und so blieb es am Ende beim 3:1 für Chemnitz.

Trotz der Niederlage und der damit (eventuell) verpassten Teilnahme an der Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft können wir trotzdem stolz auf das bis jetzt Erreichte sein, zumal man gesehen hat, das wir auch mit den vermeintlich Großen gut mithalten können.

Es spielten: Paula, Fine, Anna, Sophie, Lene, Leo K., Joleen, Luise, Angie, Pauline, Lotti, Marianne, Theresa, Hannah, Tiia

Ein Danke schön geht wieder an Matthias Schmidt für den tollen Artikel!